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Demokratie lebt in Spiesen- Elversberg


Es gibt Baustellen, die für Jugendliche fast immer einen Umweg darstellen, da diese einfach zu Erwachsenengerecht sind und daher abgelehnt werden. Man könnte daher annehmen, die Jugend interessiert die Politik nicht! Aber weit gefehlt, es sind die Strukturen, die einfach mit einem Jugendlichen Verständnis nicht vereinbar sind. Und doch gelingt es der Gemeinde Spiesen-Elversberg, Jugendliche zu einem Jugendforum, so am 15.06.2016 im Rathaus, zu bewegen. Es liegt vielleicht daran, dass die Politik, sprich der Gemeinderat und der Bürgermeister, Reiner Pirrung, hinter den Jugendlichen stehen. Das heißt u. a. Rede und Antwort stehen zu Fragen und direkte Aufträge an sie umzusetzen. Das Forum wurde von 12 Jugendlichen, 7 Vertretern des Gemeinderates (alle Parteien), Vertretern von Vereinen, dem Kulturbeauftragten, dem Schulleiter der Albert Schweitzer Schule, sowie weiteren Gästen besucht.

Der Bürgermeister stellte seine erledigten Arbeiten zu den Themen des letzten Jugendforums vor:

  • Verkehrsberuhigung, eine Forderung von den jüngeren Schülern, die er mit Einsatz des Ordnungsamtes und Radarfallen belegen konnte;
  • Open Air Veranstaltungen, wie Kino (trotz einer Absage wegen schlechten Wetters, die noch umgesetzt wird). Auch brachte er für dieses Jahr den Vorschlag mit, ein Open Air Konzert am Turm zu machen, das Pendant zum Hallberg Open Air.
  • die Forderung nach einer Grillhütte (ein Thema, das hoffentlich dieses Jahr über die Bühne geht), die wie Herr Pirrung versprach im Zuge des Baus vom Regenrückhaltebeckens in dieser Gemarkung gebaut werden soll.
Danach wurden konkrete Wünsche von Jugendlichen für Jugendliche geäußert. Ebenso forderten die Vertreter der Vereine, die Schule und der Gemeinderat im Auftrag der Jugendlichen:

-Maßnahmen zur Integration, Konfliktbewältigung (Dt/Syr),

-freier Zugang zum gemeindeeigenen Sportplatz Elversberg

-bauliche Anlage der Glück-Auf-Halle

-Spielmaterial, Neubau einer Schulturnhalle

-Hilfe bei Konzepten der Integration von syrischen Jugendlichen in das Vereinsleben

-Zeitung (App) von und für Jugendliche aus der Gemeinde

-Hotspot

-Nachfolge von Frau Jochum

-Preisgestaltung beim Nahverkehr

Zu allen Punkten gab es anregende Diskussionen und Erklärungen sowie Vorschläge, was zu tun sei.

Danach stellte Florian Klein vom Adolf-Bender Zentrum das Bundesprogramm „Demokratie leben!" vor. Fokussiert geht es darum, aktiv zu sein gegen Rechtsextremismus, Gewalt, Menschenfeindlichkeit, jegliche Form von Diskriminierung und für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft.

Insgesamt war es ein Jugendforum, das überschaubar war, aber sich voller Tatendrang zeigte. Jugendliche, die sich engagieren, sind unsere Zukunft.

gez. Horst Findeisen