Hauptnavigation überspringen

Saarländisch geschwätzt in Elversberg


Spiesen-Elversberg. Tag zwei ohne Hauptprotagonist. Gerhard Bungert konnte sein neues Buch krankheitsbedingt nicht selbst vorstellen. SR 3-Moderatorin Susanne Wachs, Entertainer Schorsch Seitz und die beiden Verleger sprangen in die Bresche. Die saarlandweite Premiere gelang.

In der Elversberger Glückauf-Halle fand die zweite Buchvorstellung im Rahmen des „Leseherbstes – Tage der Literatur" statt. Dort, wo im Mai Bungert und Seitz ihre Hände in Gips verewigten und in die „Hall of Fame" aufgenommen wurden.

Zu Beginn überbrachte Bürgermeister Reiner Pirrung, Initiator des Spiesen-Elversberger Leseherbstes, eine Grußbotschaft Bungerts an das Auditorium, der sich sehr auf Begegnungen in seiner alten Heimat gefreut hätte. Gerhard Bungert stammt aus Spiesen und hat über viele Jahre fleißig saarländische Wörter gesammelt und nun in einen über 700 Seiten starken Band „Saarländisch – So schwätze und so schreiwe mir" gepackt. Zunächst erläuterte Florian Brunner vom Geistkirchverlag das Zustandekommen der Partnerschaft mit dem Autor und stellte den Verlag vor. Danach wurden verschiedene Begriffe, die das Publikum zuvor auf kleinen Kärtchen aufgeschrieben hatte, im Buch gesucht und die Bedeutung erklärt. Jeder aus dem Moderatoren-Quartett war eifrig am Stöbern, manche Begriffe wurden (noch) nicht gefunden, andere wie „Scheesewähnsche" saarländisch für Kinderwagen – gehören zu den Klassikern. Bei den „Nischdele" musste mancher im Publikum länger nachdenken wie diese auf Hochdeutsch heißen. Die Schnürsenkel wurden dann aber sehr schnell von Schorsch Seitz gefunden und waren wie vieles andere Gegenstand einer Anekdote. Einmal mehr ein sehr vergnüglicher Abend des saarländischen Dialekts, der musikalisch begleitet wurde von Dirk Schmidt am Keyboard.