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Keine Fluten aber Blitzeinschläge im Glockengeläut


Spiesen-Elversberg. Der riesengroße durch die Ortsmitte Spiesens verlegte „Canal Grande" hat auch die jüngste Feuerprobe bestanden. Die ist das Fazit von Bürgermeister Reiner Pirrung in einer Nachbetrachtung am Rande des Sommerfestes der Elversberger Feuerwehr. Dort bedankte sich der Spiesen-Elversberger Chef der Wehr für besondere Hilfeleistungen seiner Wehrleute außerhalb der Gemeindegrenzen mit jeweils 50 Litern „Flüssiggut". Sie unterstützten die Kollegen bei den sintflutartigen Unwettern in der ersten Juni Monatshälfte in St. Ingbert und Eppelborn Anfang Juni. Diese Einsätze waren nur möglich, weil Spiesen und Elversberg weitgehend von größeren Schadensereignissen verschont blieben. Einige wenige vollgelaufene Keller und zwei Brände als Folge von Blitzeinschlägen lautete die Bilanz der heftigen Schlechtwetterlagen über dem Saarland. Mit den Auswirkungen der Blitzeinschläge hatte sogar die Feuerwehr selbst zu kämpfen. Sowohl in Spiesen als auch in Elversberg war die Einsatzzentrale kommunikativ lahmgelegt. Computer, Router und andere technische Apparaturen waren außer Gefecht. Merkwürdigerweise hatte der Blitz auch kein Einsehen mit kirchlichem Gerät. An beiden Kirchen in Elversberg, katholisch wie evangelisch, fiel das elektrisch betriebene Glockengeläut aus.

 

Umfassende Kanalerneuerung hat sich bewährt

 

Aus Sicht der Feuerwehr hat sich die Millioneninvestition in die Kanalisation in Spiesen gelohnt. Einer der Wehrleute regte deshalb an, die Bevölkerung nochmals ausführlich darüber zu informieren. Dazu Bürgermeister Pirrung: „Die Entscheidung des Gemeinderates im Jahr 2005, die Niederschlagswasserbewirtschaftungskonzeption in die Tat umzusetzen, war eine richtige und wichtige". Lange Zeit hatte sie bis dahin in diversen Rathausschubladen geschlummert. Und der Bürgermeister ist sich sicher: „Das Projekt hat viel Geld gekostet, hat aber bereits nach wenigen Jahren größere Schadenssummen verhindert." Durch die gesamte Ortslage in Spiesen zieht sich ein groß dimensionierter Regenwasserkanal und gleichzeitig liegt auf gleicher Länge ein Schmutzwasserkanal. So kann Regenwasser getrennt vom Fäkalwasser am Ende der Rohrbacher Straße in den Mühlbach geleitet werden. Wie aus dem Bauamt zu erfahren war, steht als letzter Kanalabschnitt die Anbindung der WZB-Gebäude im Beckerwald an. Baubeginn wird im kommenden Frühjahr sein. Mit dem vorletzten, erst jüngst vollendeten Bauabschnitt von der Martin-Luther-Straße bis zum ersten WZB-Parkplatz gelang auch eine umfangreiche Straßenverbreiterung. Die Zuwegung zum Werkstattzentrum, bisher eher ein etwas breiterer Feldweg, hat nun eine vernünftige Straßenbreite, die einen gefahrlosen Gegenverkehr erlaubt. Gleichzeitig konnte der dunkle Fußgängerweg an der Hangkante des Waldes wie üblich auf das Straßenniveau gebracht werden, was den Fußgängerverkehr erstens erleichtert und zweitens nun auch „erleuchtet".