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Umweltministerium fördert Kanalerneuerung in Spiesen-Elversberg mit rund 68.000 Euro Mit einer Zuwendung


v.l.n.r.: S. Hammel (stv. Leiterin des Bauamtes), Bürgermeister R. Pirrung, Umweltstaatssekretär R. Krämer und H.-P. Gräber (Leiter des Bauamtes) © Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz | S. Scheibner
Mit einer Zuwendung von rund 68.000 Euro beteiligt sich das Umweltministerium an einer Fremdwasser entflechtungs- maßnahme im Ortsteil Spiesen der Gemeinde Spiesen-Elversberg. Einen entsprechenden Zuwendungsbescheid überreichte Umweltstaatssekretär Roland Krämer dem Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg, Reiner Pirrung, bei einem Termin in der Gemeinde. „Als Umweltminis­terium unterstützen wir die Bemühungen der Kommunen, sauberes Wasser von verunreinigtem Wasser zu trennen. So werden durch Fremdwasserentflechtungs-maßnahmen etwa die Risiken einer Überflutung der Kanalisation nach Starkrege-nereignissen deutlich gesenkt. Zudem steigern die Maßnahmen die Reinigungs­kraft und Effizienz von Kläranlagen, wodurch der Geldbeutel der Gebührenzahler entlastet wird", so Krämer.

Aufgrund von Entwässerungsproblemen an der Kanalisation in Spiesen ist die Er­weiterung des bestehenden Trennwassersystems geplant. Entlang der Straße „Am Freidelbrunnen" soll auf einer Länge von 276 Metern ein neuer Schmutz- und Regenwasserkanal verlegt werden. So wird das Schmutzwasser künftig in die Kläranlage Brebach und das Regenwasser in den Spieser Mühlenbach geleitet.

In puncto Umweltschutz ist die Fremdwasserentflechtung in Spiesen gleich dop­pelt erfreulich. Mit Umsetzung der Maßnahme bleibt das unbelastete Oberflä­chenwasser dem natürlichen Wasserkreislauf erhalten, und es kann auf den Be­trieb zweier wartungs- und energieintensiver Pumpwerke verzichtet werden.

Fremdwasser ist sauberes Wasser, das nicht gereinigt werden muss und daher nicht in die Kanalisation gehört. Eine hohe Belastung von Kläranlagen mit Fremd­wasser führt zu Nachteilen im Gewässerschutz. Ebenso hat es negative Auswir­kungen auf die wirtschaftliche Betriebsführung einer Abwasseranlage.

Die Kosten der Baumaßnahmen werden zu 50 Prozent vom Land über das För­derprogramm „Aktion Wasserzeichen" gefördert. Das Förderprogramm zur Regenwasserbewirtschaftung wird aus den Mitteln der Abwasserabgabe gespeist.

Pressekontakt:

Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Sabine Schorr, Pressesprecherin

Tel.: 0681 501 – 4710 | E-Mail: s.schorr@umwelt.saarland.de